Männerstimmen 2013

… und wie sie in die Begegnung mit den Frauen hinein wirkte

Männer

"Die Zeit bei Euch war für mich eine der besten, die ich je im Kreis von Männern erfahren habe. Ihr im Leitungsteam wart herrlich unperfekt, dabei immer offen für Anregungen und auf diesem Weg ins Vertrauen hatte ich sehr intensive Begegnungen mit wirklich tollen Männern und glücklicherweise auch mit mir selbst. Der Lohn für meinen mutigen Schritt ist groß, meine Freude dementsprechend. Gerne bin ich das nächste Mal dabei."
Robert Herschler, Mankind Projekt Deutschland, www.mkp-deutschland.de

"Nun ich muss zugeben, das ich einer dieser Männer war (!), der bei solchen Seminaren, das P wie Panik gesehen hat, aber innerlich immer diesen Wunsch hatte, an so etwas teil zu nehmen. Durch den berühmten Zufall (eine Freundin, die zum Frauenkongress wollte), habe ich meinen Mut zusammen genommen und bin natürlich erstmals mit den gewissen Vorurteilen hingekommen. Der erste Tag war sehr befremdlich, all diese Männer, teilweise sehr weich und ständig dieses anfassen ....na ja....gleichzeitig habe ich aber auch gespürt, das es alles vom Herzen kam. Von Stunde zu Stunde merkte ich, wie sich meine Vorurteile abbauten und ich vieles zulassen konnte, auch das Anfassen. Am beeindruckendsten war dann für mich die Begegnung mit den Frauen am Wochenende und das Versöhnungsritual, was mir wirklich einen Schub von Selbstbewusstsein gab. Ich spürte, dass alles was ich geben konnte, dem und der anderen gut tat und mir dasselbe. Es war einfach schön und hat in mir einiges geöffnet. Danke an euch allen die dieses erarbeitet und ermöglicht haben."
Klaus Gehrke

"Beide Zeiten, die Männerzeit wie auch der Frauen-Männerkongress, habe ich sehr gerne und kraftvoll, berührend in Erinnerung. Beim Frauen-Männer-Kongress ist mir v.a. die Situation in Erinnerung wie wir nach dem "den Frauen gutes Tun" um sie herum standen und getönt haben; das war so kraftvoll und schön !! Über die Liebe in die Kraft kommen ..."
Christoph Strünke

"Ich habe die Zeit mit Euch sehr genossen, auch wenn ich zu Beginn unserer Tage im "Lichtblick" die Skepsis hatte, ob es der richtig Ort für mich ist. Ich habe die Zeit mit den Frauen als sehr intensiv und öffnend erlebt. Eine Zeit, die in mir einen Raum geschaffen hat, den ich nicht mit festen Konzepten füllen kann, sondern der neben Verbundenheit und Schönheit, neben nährenden Begegnungen auch eine Spur von Traurigkeit und Melancholie zurückgelassen hat, ein Gefühl, das ich lange, lange Jahre nicht mehr gekannt habe. Ich habe die Ahnung, dieses Gefühl hat damit zu tun, dass ich seit kurzem keine Sicherheit mehr habe in Bezug auf intimen Raum, in denen auch Sexualität stattfinden darf, dass ich auf der einen Seite diese Intensität in einer Paarheit sehr genossen habe und genieße und auf der anderen Seite die Abgeschlossenheit in Beziehung nicht mehr wirklich meines ist und ich noch nicht weiß, in was es in etwas Neues verwandelbar ist. Diese Ungelöstheit ist ein Teil des offenen Raumes in mir, der etwas mit diesem Gefühl von sanfter Melancholie zu tun hat und der in Oberlethe noch ein Stück weiter geöffnet wurde. Soviel zu einer kleinen Befindlichkeitsrunde von mir.
Ansonsten hatten wir hier in unserem Dorf am Tempelhof am Dienstag ein wunderschönes Treffen. Da vom Tempelhof 8 Menschen beim Treffen in Oberlethe waren (5 Frauen / 3 Männer), haben wir viel von dieser Energie wieder mit zurück bringen können und zu einem Abend eingeladen, an dem wir unsere Impulse ins Dorf weitergeben wollten. Zuerst haben sich die Männer und Frauen getrennt getroffen und eine halbe Stunde etwas für sich gemacht (Bewegung im Raum, geführte Meditation bei den Männern, Schoßraumarbeit bei den Frauen). Dann sind wir Männer aus unserer
Jurte rüber gewandert zu den Frauen, wurden mit geschlossenen Augen in ihren vorbereiteten Raum geführt und betönt, ebenso wie wir Männer anschließend umgekehrt den Frauen gegenüber unsere Wertschätzung ausgedrückt haben. Für mich war es sehr bewegend und hat mich an die Zeit mit den Frauen auf dem gemeinsamen Kongress erinnert.
Anschließend haben wir uns, ungefähr 40 Männer und Frauen, in einen großen Kreis gesetzt und jeder von uns hat sein Erleben und seine Erfahrungen, die er in der Woche im Lichtblick und in Oberlethe gemacht hat, ausgedrückt, davon berichtet; dann gab es Raum für Fragen, Gespräch und Umarmungen. Unsere Idee ist, diese Treffen im Dorf monatlich, vielleicht 14-tägig, zu etablieren, um so den in Oberlethe begonnen Weg weiterzugehen - wohin auch immer er führen wird. Alles ist offen, zumindest ist dieses Gefühl in mir gewachsen. Um diese Tür offen zu halten und weiter zu öffnen, brauche ich solche Räume, solche Spiel- und Kunst- und Experimentierräume, in denen ich Schritte tun kann, sie in einem geschützten Raum auszuprobieren und vielleicht langsam in den Alltag zu transportieren.
Claus R., www.schloss-tempelhof.de

Männerzeit"Gut, erst jetzt dazu zu schreiben, ich spüre nämlich an der nachhaltigen Freude und der daraus erwachsenden Aktivität in Richtung weitere Männertreffen, dass es eine besondere Zeit gewesen sein muss. Was für mich dazu beigetragen hat: Ihr vier vom Kernteam wirktet eingespielt, wie Freunde. Ein Stück offener Tür in Richtung Herzraum, der während der Tage sich zwischen uns allen aufgetan hat. Ohne etwas verherrlichen zu wollen möchte ich hervorheben:
Es ist Euch gelungen, einen Platz IM Männlichen bewusst zu machen, nicht NEBEN dem Männlichen. Ich habe mich innerhalb meiner Selbst berührt gefühlt - nur daraus kann ich mir erklären, dass die Wirkung doch weit über den Kongress hinausgeht. Es ist so, als ob die Sehnsucht nach dem Sein mit Männern mehr Erlaubnis, mehr Boden, mehr Realität bekommen hat durch diese Zeit - ehrlich gesagt weiß ich nicht wirklich, WODURCH eigentlich. Vielleicht diese Mischung aus Außen und Innen. Ihr habt ein Händchen dafür, beide Seiten anzusprechen – beidem Raum und Erlaubnis zu vermitteln.
Immer wieder das Innen erlebbar zu machen - und immer wieder von dort nach außen zu reisen. Es erfüllt eine große Suche in mir, das "Mich-Spüren", und als "ich" in die Welt zu gehen. Wenn das mit Männlichkeit gemeint ist, bzw. wenn das sich in Daniel als Mann erfinden lässt - dann weiche ich "Euch", dann weiche ich "den Männern" nicht mehr von der Seite.
Vielleicht ist es müßig, das ein oder andere Detail zu erwähnen, ein paar seien dennoch hervorgehoben: die Aufmerksamkeit, die den Vätern gegeben wurde, ist wunderbar und heilsam. Neben den Übungen dazu sei hier speziell erwähnt: Das väterlich-ritterliche Beispiel, dass Dieter gab, als die Männer, im Kreis sitzend, zu den Frauen im Außenkreis sprachen: ein Mann wurde wegen seiner Äußerungen von mehreren Frauen während des Rituals mit deren Haltung dazu konfrontiert - als Dieter sich zwischen jene Frauen und den sprechenden Mann stellte, die Ritualregeln einforderte, den Raum des Mannes schützte wie ein Vater. Hier kommen mir immer noch die Tränen - weil es letztlich das Recht auf Dasein im Angesicht des Außen verteidigt und das Zeigen von Verletzlichkeit achtet und ehrt. Für mich – unübertrieben - fand hier ein Stück Wiederbelebung der Würde des Menschen statt. Ohne diese Grundwürde hat für mich die Versöhnung von Mann und Frau keine Chance. Ohne unseren immer tieferen Umgang mit der Würde des Anderen gibt es keine neue Liebeskultur. Für mich hat sich hier auch ein Stück Macht und Autorität im guten Sinne gezeigt - mag sein, es ist das, was wir Männer auch in der Männerzeit erlebt haben , z.B. in Eurem Führungsstil. Ich bin Euch dankbar."
Daniel Wolff, www.männer-massage-welt.de

"Ich möchte mich nochmal ausdrücklich für den Raum und den Inhalt bedanken, den Ihr uns bereitet habt. Ich bin zurück im All-Tag, mit allen Strudeln die das bedeutet. Jedoch kann ich mich immer wieder zurück besinnen, auf die Momente der Anbindung (an meinen Anker ) und die Verbindung mit Euch Männern. Das wirkt nachhaltig und unterstützt mich auf meinem Weg sehr.
Gesamthaft war ich beeindruckt, wie ihr als leitendes Team, so unterschiedliche Männer ihr seid, miteinander eingetuned ward. Ich habe stets Wertschätzung wahrgenommen und Euch als Team erlebt. Spürbar war ganz viel Lebenserfahrung und Tools die Ihr in einer Fülle eingebracht habt. Kollektiv vermisste ich bei fast allen klare, unmissverständliche Ansagen. Immer wieder führte dies zu Unsicherheiten und Missverständnissen. Ich musste immer wieder überlegen, was denn das Thema der Woche war. "Unterstützung und Wahrnehmung" hat zwar gestimmt, doch fehlte mir der Pep, eine kraftvolle Rückkoppelung zum Thema in den Workshops.

  • Dieter H. hat für mich den Raum gehalten und seine Fähigkeit einerseits zu Führen und
  • andererseits musische Räume zu gestalten voll ausgefahren. Ich anerkenne ihn als Quelle für diese Männerzeit und energetischen Fokus.
  • Christian, ein stiller, sicherer Pool, aufrichtig und berührbar und stets bereit, kompetent und gewissenhaft zu übernehmen. Seine dienende und doch klare Haltung kam mir sehr sympathisch und aufrichtig rüber.
  • Sharan, der weise, absolut ehrliche, verspielt, witzige und doch kraftvolle Mann. Er war für mich ganz wichtig, für das neue Männerbild, das sensibel im Umgang und doch kraftvoll und klar extrem präsent ist.
  • Armin, habe ich sehr verbunden mit dem was die Männerzeit uns bringen soll, wahrgenommen. Ein aufrichtig Suchender.
  • Dieter B. war im edelsten Sinne des Wortes ein Grossvater, ein ehrwürdiger Ältester im Kreis. Seine Offenheit und sein aufmerksames Ohr, dass stets bereit war, hat viel zur angenehmen Atmosphäre beigetragen.
  • Jürgen die gute Seele und der weise, lobende Vater. Stets da wenn er gebraucht wurde, bescheiden (bis unsichtbar) wenn es um eigene Ansprüche ging. Auch er ein wichtiger Puzzlestein für Harmonie und das Gelingen einer Mission.
  • Devadas, ein Harlekin unter Männern, immer bereit, mit einem verschmitzten Lächeln zu kitzeln, dass man nicht genau wusste, meint er es jetzt ernst oder nicht. Forderte die Gruppe heraus, Stellung zu beziehen.

Dies mein Blitzlicht .... lest es, schmeißt es ins Feuer, hängt es an den Kühlschrank .... whatever! Ich ging am Sonntag sehr beschenkt nach Hause und freue mich auf weitere Kontakte mit Euch und den Männern ...natürlich auch mit den Frauen, auch wenn diese Energie erstaunlicher Weise für mich sekundär war."
Pablo Hess, www.integrale-LebensKunst.org

"Wir haben es geschätzt und geliebt, diese Männerzeit mit Euch zu erleben. Es ist ein Raum entstanden, der immer wieder als Männer-Herzraum genannt und gespürt werden konnte. Grade in unserem empfänglichen Pol, dem Brust-Areal, wurden Momente der Öffnung möglich, wie sie selten in dieser Dimension im Alltag auftauchen - wenn überhaupt. Und das unter Männern. Wir stehen vor der berechtigten Annahme, dass von diesem Gold noch einiges zu bergen ist. Unvergessen bleibt der Augenblick, in dem wir bereits das Lichtblick-Küchenteam beim Abschied mit dem Schein unserer Herzräume anstrahlen durften - und wie diese Menschen darin badeten.
Was könnte uns zu Förderern männlicher Glücks- und Öffnungspotentiale weiter unterstützen? Wie kann das, was wir kreierten, zu einer Kulturveränderung, einen Klimawandel unter uns Männern und in unseren Beziehungen zu den Frauen werden? Was geschieht, wenn wir aus weiter entwickelten MännerHerzräumen auf uns schauen - das männliche Licht unter den vielen Scheffeln hervorholen?"
Herbert Werner und Daniel Wolff

"Die in 5 intensiven Tagen erzeugte Bruderschaft war so stabil und stark, dass weder für mich persönlich noch nach meiner Beobachtung bei den Brüdern die Aufgeregtheit, gut 80 Königinnen begegnen zu dürfen, das dominierende Gefühl war. Die Art und Weise der Begegnung von Frauen und Männern außerhalb der geführten Rituale war nach meinem Empfinden normaler, unverkrampfter und weniger von gegenseitigen Erwartungen und gängigen Verhaltensmustern geprägt. War für mich 2012 das Wertschätzungsritual der Frauen für uns Männer das Highlight, war es 2013 ganz klar das der Männer für euch Frauen: das Schenken von absichtsloser Liebe berührte die Herzen der gebenden Männer und der empfangenden Frauen gleichermaßen!"
Devadas Andreas Lapp-Zens

Und von einer Frau, die den Nachklang vor Ort erlebte:
"Ich bin gerade eine Woche im Seminarhaus Lichtblick. Gestern hatten wir eine Gegenüberstellung zum Thema Männer und Frauen... es war sehr intensiv wie die Energie der Männerzeit hier noch am schwingen war! Außerdem sind die Frauen die im Lichtblick arbeiten total begeistert von euch Männern die hier waren...dass ihr sie in euren Kreis geholt habt, hat sie tief berührt und bewegt, zum Beispiel die Barbara noch heute! Herzensküsse an euch Lieben!"
Venu

Und noch ein Gedicht:

Kirschbluete H.D.Volz pixelio.deUnter Kirschblüten
Ich bin verliebt
Verliebt in Dein Lachen
Dein Lächeln
Deine Offenheit

Ich bin verliebt
Verliebt in Deine Demut
In Dein Mich-Sein-Lassen
In einem Tanz mit Dir

Es ist wunderschön
Dich zu berühren
Berührt zu werden
Bewegt oder still
In Deiner Umarmung zu sein

Wie in einem Vogelschwarm
Darf ich fliegen
Ganz nah
Fließen
Wie in einem großen Strom

Sein und lassen
Ist so ein feines Spiel
Weil ich weiß
Wie schnell ich meine Sehnsucht
Und meinen Schmerz
Verbergen und verschließen kann

Mit Deinem betörenden Lächeln
Mit Dir und Deinen Schwestern
Mit mir und meinen Brüdern
Habe ich unter Kirschblüten getanzt
Zwischen Himmel und Erde

Für Silvana und alle Schwestern, für Jürgen und alle Brüder,
Hof Oberlethe, 30.9.2013 /Claus R.